Ausbildung

Ausbildung zur Komplementärtherapeut/in HFP in Yogatherapie

Im Zentrum der berufsbegleitenden 4-jährigen Ausbildung stehen der Yoga-Unterricht mit Gruppen und die prozessorientierte, therapeutische Yoga-Arbeit mit einzelnen Klienten. Es werden vertiefte Kenntnisse über die Philosophie, Grundhaltung und verschiedene Yoga-Praktiken wie asana, pranayama und Meditation vermittelt und eingeübt. Die Wirkung dieser Übungen auf Körper, Seele und Geist wird anschaulich dargelegt und erfahren. Die Zusammenhänge von Yoga, Gesunderhaltung, Regeneration, Krankheit und Heilung werden tief gehend bearbeitet. Darüber hinaus sind Psychologie und Ernährung wichtige Themen der Ausbildung, damit man als Yogalehrerin/-therapeutin Menschen ganzheitlich beraten kann. Mit dieser Ausbildung erlangen Sie auch das SVEB Zertifkat in Erwachsenenbildung. Die Ausbildung bereitet auf die gesamtschweizerische Höhere Fachprüfung vor und ist vom Berufsverband Yoga Schweiz anerkannt.

Finanzielle Unterstützung durch Bundesbeiträge

Ab 2018 werden Absolvierende von vorbereitenden Kursen auf eidgenössische Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen (am iih Ausbildungsinstitut sind dies: Komplementärtherapeutin in Yogatherapie und Tronc Commun-Module) eine bundesweit einheitliche finanzielle Unterstützung direkt vom Bund erhalten. Die Umsetzung dieser neuen Unterstützung sieht vor, dass nach Absolvierung einer eidg. Prüfung - unabhängig vom Prüfungserfolg - die Bundesbeiträge direkt an die Absolvierenden ausbezahlt werden.

Kompetenzorientiertes Lehren und Lernen am iih Ausbildungsinstitut

Die iih Schule und auch die Ausbildungsgänge sind geprägt von einem einheitlichen Ausbildungsmodell aus der Themenzentrierten Interaktion. Dieses basiert auf einem humanistischen Menschenbild. Dieses Lern- und Ausbildungsverständnis entspricht dem Berufsbild der Komplementärtherapie. Sowohl die Methodenausbildung wie auch der Tronc Commun richten sich an dieser kompetenzorientierten Grundhaltung aus.
Die eingesetzten Methoden der Erwachsenenbildung tragen dazu bei:
  • Das Lernen auf verschiedenen Ebenen zu ermöglichen (kognitiv, emotional, beziehungsmässig) 
  • Informationen und Lerninhalte vielfältig zu vermitteln 
  • Lernen zu vertiefen
  • Auseinandersetzung mit dem Thema zu fördern 
  • Lernen durch Tun zu unterstützen 
  • Unterricht zu strukturieren

Wesentlicher Bestandteil des kompetenzorientierten Lernens sind die Kleingruppen-Intervisionen, die Werkstattarbeit und die Supervision. Diese Lernorte ermöglichen den Studierenden in Eigenverantwortung und prozess-, fach- und handlungsorientiert zu arbeiten.
Die Ausbildung am iih baut auf den inhaltlichen, zeitlichen und methodischen Vorgaben der OdA KT auf.
Ausbildungsstruktur

A. Methodenspezische Ausbildung in Yogatherapie

Der/die Komplementärtherapeut/in KT Yoga verfügt über Mittel und Konzepte um Behandlungen zu strukturieren und Prozesse zu begleiten. Er/sie ist in der Lage eine Befunderhebung durch zu
führen, die passenden Mittel und Methoden aus dem Vini-Yoga anzuwenden, den Prozess zu begleiten und auszuwerten. Mit interaktiven, körper- und prozesszentrierten Arbeitsweisen werden die Selbstregulierungskräfte bei der Klientin / beim Klienten gefördert.
B. Berufsspezifische Ausbildung nach Tronc Commun 

Berufspezifische Grundlagen BG
Der/die Komplementärtherapeut/in organisiert die Praxis sinnvoll und arbeitet mit anderen Fachpersonen zusammen, entwickelt eine berufliche Identität und überprüft sie. Es wird gemäss den rechtlichen Bestimmungen und nach wirtschaftlichen Grundsätzen gearbeitet. Die Klienten-Dokumentation entspricht den professionellen Standards. 
Sozialwissenschaftliche Grundlagen SG 
Der/die Komplementärtherapeut/in leitet achtsam und methodenkompetent den yogatherapeutischen Prozess unter aktivem Einbezug der Klientin, des Klienten, sie versteht Yogatherapie als wechselseitigen Prozess von Aktion und Interaktion in Beratungen und gestaltet Kommunikationsabläufe bewusst. Sie arbeitet empathisch, akzeptierend und kongruent mit Klientinnen und Klienten und -wo nötig- ihren Bezugspersonen zusammen. 
Medizinische Grundlagen MG 
Der/die Komplementärtherapeut/in kennt die Strukturen und Funktionen des menschlichen Körpers sowie die Entstehung, den Verlauf und die Auswirkungen von Krankheiten in ihren Grundzügen, reagiert in Notfallsituationen korrekt, professionell und zum Wohle des Patienten sowie der eigenen Sicherheit. Er/sie unterstützt methodenspezifisch die Selbstregulierungskräfte beim Menschen. Das Gefahrenpotential und die Grenzen der komplementärtherapeutischen Arbeit werden erkannt und professionell bewältigt.

C. Praktikum

Ergänzungsausbildung für Dipl. Yogalehrer/innen

Yogatherapie in der Einzelarbeit und in kleinen Gruppen
In der Ergänzungsausbildung Yogatherapie werden die Grundlagen erworben, um andere Menschen in Einzelsitzungen zu beraten und ihnen bei gesundheitlichen Problemen yogatherapeutische Hilfestellungen anzubieten. Die Ergänzungsausbildung baut auf den erworbenen Kompetenzen der Yogalehrer/-innen Ausbildung auf.
Schwerpunkte:
  • yogatherapeutische Gesprächsführung
  • Yogatherapie in der Einzelarbeit und mit kleinen Gruppen
  • medizinische Fragestellungen und Yogatherapie

Die berufsbegleitende Ergänzungsausbildung dauert ca. ein Jahr und umfasst total 184 Stunden in 21 Kurstagen Kontaktunterricht.

Die Ergänzungsausbildung bringt den Studierenden wichtige Grundlagen für den Eidgenössischen Berufsabschluss der OdA KT, für das Branchenzertifikat und die Höhere Fachprüfung zur Komplementärtherapeutin/ zum Komplementärtherapeuten HFP in Yogatherapie.

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